Die in Hamburg und Essen ansässige Spider LCM GmbH entwickelt und vertreibt Software zum IT-Asset Management, Lizenz- und Vertragsmanagement. Zu den Kunden zählen bekannte Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz, aber auch aus Südafrika. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Thomas Hübner.

Herr Hübner, Sie sind einer der drei Geschäftsführer der Spider LCM GmbH. Wie kam es zum Namen Spider?

Als wir zusammen saßen und die Unternehmensgründung planten, war immer wieder ein Schaubild auf dem Flip Chart: In der Mitte ein großer Kreis, der die Datenbank darstellte, und links und recht acht, zehn kleine Kreise, die für die Datenquellen standen: SAP, Inventory und so weiter. Das ganze sah wie eine Spinne aus. Das englische Wort Spider wird in der IT aber auch für Programme verwendet, die sich durch das Netzwerk bewegen und Daten einsammeln. Da hat es Klick gemacht – der Name war geboren.

Und die drei Buchstaben LCM bedeuten was?

Die standen für Life Cycle Management. Das war die Ur-Idee von Spider: Die datentechnische Erfassung der gesamten IT zu realisieren, plus die vollständige Begleitung jeder einzelnen Komponente durch ihren Lebenszyklus. In den letzten Jahren haben wir unsere Produktpalette erweitert, so dass wir jetzt LCM eher mit „Lösungen Consulting Management“ erklären.

Welche Philosophie vertritt Ihr Unternehmen?

In zwei Sätzen: „Entscheiden Sie. Wir liefern die Fakten.“ Wir liefern den Unternehmen eine solide, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage sowohl für den IT Betrieb als auch für das Vertragswesen. In beiden Bereichen ist doch das Drama, dass alles Wissen im Unternehmen vorhanden wäre. Aber es ist zu verteilt, als dass man es vernünftig auswerten und nutzen kann. Das Problem lösen wir zu einem sehr attraktiven Preis.

Wie kam es zur Unternehmensgründung?

Alle Führungskräfte und viele Mitarbeiter kommen aus großen Unternehmen, teilweise waren sie eine Zeit bei bekannten Consulting Firmen. Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass jeder Kunde seine speziellen Fragestellungen hat, eine starre Lösung nicht in Frage kommt. Als reine Softwareschmiede würden wir zu schnell den Draht zum Kunden verlieren. Deshalb war von Anfang an klar, dass nur die Kombination von schlanker, flexibler Produktentwicklung und kompetenter, kundennaher Beratung zum Ziel führen kann.

Wir haben aber in den großen Beratungsunternehmen gelernt, dass die gemachten Vorschläge zu komplex, zu aufgeblasen werden. Wir wissen jetzt, dass bunt bedrucktes Papier nicht die Lösung ist.

Wir haben uns, aufbauend auf diesen Erfahrungen, zunächst eines Themas angenommen, das für die deutsche IT-Szene bereits damals wichtig war: IT-Asset Management. Da gab es noch vor wenigen Jahren kaum vernünftige Lösungen. Alle redeten von ITIL, und keiner hat es gemacht. Da sind wir ran und haben, aufbauend auf langjähriger Projekterfahrung, ein voll konfigurierbares, Web-basiertes Tool geschaffen, um auch in sehr großen Unternehmen alle Arbeitsplätze und Server inklusive Software, kaufmännischen Daten und Serviceinformationen, sauber verwalten zu können. Später haben wir dann noch eine Software-Lizenzverwaltung entwickelt, die eine Antwort auf das immer schärfer werdende Problem der nachvollziehbaren Lizenzierung wirft.

Auf der gleichen Technologie haben wir dann das Vertragsmanagement entwickelt. Damit bekommt der Kunde seine Verträge in den Griff, also alle Vereinbarungen, die irgendwie für den Betrieb wichtig sind.

 

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Fakten

Das Interview wurde am 12. Januar 2006 geführt.

 

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